E-Rechnung Software — Stand Oktober 2026

E-Rechnung Software Vergleich 2027 Die 5 besten Tools für die Pflicht

Ab dem 1. Januar 2027 reicht die PDF-Rechnung per E-Mail für viele Unternehmen nicht mehr aus. Wir vergleichen die wichtigsten Programme für XRechnung und ZUGFeRD — mit aktuellen Preisen, Gratis-Optionen und klaren Empfehlungen für Selbstständige, kleine Firmen und Online-Händler.

📅 Pflicht ab 01.01.2027🧾 XRechnung & ZUGFeRD💶 Ab 0 € möglich🇩🇪 Anbieter aus Deutschland

Die E-Rechnungspflicht ist keine ferne Zukunft mehr. Empfangen müssen alle Unternehmen E-Rechnungen schon seit dem 1. Januar 2025. Jetzt folgt die zweite Stufe: Wer im Jahr 2026 mehr als 800.000 € Umsatz gemacht hat, muss ab dem 1. Januar 2027 im B2B-Geschäft selbst E-Rechnungen ausstellen. Ab 2028 gilt das für fast alle Unternehmen.

Die gute Nachricht: Mit der richtigen E-Rechnung Software ist die Umstellung in einem Nachmittag erledigt. In diesem Vergleich zeigen wir, welche Tools XRechnung und ZUGFeRD sauber beherrschen, was sie kosten und für wen sich welches Programm lohnt.

⚠️ Wichtig — PDF ist nicht gleich E-RechnungEine normale PDF-Rechnung per E-Mail gilt seit 2025 rechtlich als „sonstige Rechnung“, nicht als E-Rechnung. Eine echte E-Rechnung enthält strukturierte Daten nach der europäischen Norm EN 16931 — in Deutschland meist als XRechnung (reines XML) oder ZUGFeRD (PDF mit eingebettetem XML).
Die E-Rechnungspflicht auf einen Blick
  • ✅
    Seit 01.01.2025 — alle Unternehmen (B2B): E-Rechnungen empfangen und GoBD-konform archivieren können.
  • 🔴
    Ab 01.01.2027 — Umsatz 2026 über 800.000 €: E-Rechnungen ausstellen für Inlandsumsätze an andere Unternehmen.
  • 🟡
    Bis 31.12.2027 — Umsatz 2026 bis 800.000 €: Übergangsfrist, Papier oder PDF noch erlaubt (PDF nur mit Zustimmung des Empfängers).
  • 🔴
    Ab 01.01.2028 — alle Unternehmen (B2B): Ausstellungspflicht für alle, die Übergangsfristen enden.
💡 AusnahmenKleinunternehmer nach § 19 UStG müssen keine E-Rechnungen ausstellen, aber empfangen können. Ebenfalls ausgenommen: Kleinbetragsrechnungen bis 250 €, Fahrausweise und Rechnungen an Privatkunden (B2C). Wichtig für die 800.000-€-Grenze: Maßgeblich ist der gesamte Umsatz 2026, nicht nur der B2B-Anteil.
Unsere Top 5 E-Rechnung Programme 2027
🥇
Lexware Office
E-Rechnung erstellen & empfangen in allen Tarifen
Bestes Gesamtpaket
🥈
sevdesk
Gratis-Tarif mit 3 E-Rechnungen pro Monat
Bester Preis
🥉
WISO MeinBüro
50 % Rabatt im ersten Jahr für Gründer
Beste für Gründer
4️⃣
easybill
Viele Shop-Anbindungen, Free-Tarif mit 50 Belegen
Beste für Online-Händler
Vergleichstabelle — E-Rechnung Software 2027
SoftwareRechnungen abGratis-OptionXRechnung / ZUGFeRDE-Rechnung empfangenBeste für
Lexware Office 🏆12,90 €/Mon. (M)30 Tage Test✅ Ja, alle Tarife✅ Alle TarifeKleine Unternehmen
sevdesk9,90 €/Mon.*✅ 3 Rechnungen/Mon.✅ Ja, auch gratis⚠️ Ab BuchhaltungSelbstständige
WISO MeinBüro10,90 €/Mon.14 Tage Test✅ Ja, alle Tarife✅ Alle TarifeGründer
easybill9 €/Mon.*✅ 50 Belege/Mon.✅ Ja✅ BezahltarifeOnline-Händler
Papierkram12,90 €/Mon.*⚠️ Free ohne XRechnung✅ Ab Tarif S✅ JaFreelancer

Alle Preise netto pro Monat, Stand Oktober 2026. * bei jährlicher Zahlung. Viele Anbieter haben gerade Aktionsrabatte — die aktuellen Preise findest du direkt beim Anbieter.

1. Lexware Office — bestes Gesamtpaket
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Lexware Office

🇩🇪 Haufe Group, Freiburg · früher „lexoffice“ · ab 7,90 €/Monat
🏆 Bestes GesamtpaketE-Rechnung in allen Tarifen30 Tage kostenlos testen

Lexware Office ist für die meisten kleinen Unternehmen die sicherste Wahl. Der Grund: Schon im günstigsten Tarif kannst du E-Rechnungen im Format ZUGFeRD und XRechnung erstellen, versenden und eingehende E-Rechnungen als strukturierte Daten nach EN 16931 einlesen. Du musst also nicht erst den teuersten Plan buchen, um gesetzeskonform zu sein.

Für das klassische Rechnungsschreiben mit Angeboten und Mahnungen brauchst du den Tarif M für 12,90 € im Monat. Wer zusätzlich Buchhaltung, EÜR und Umsatzsteuer-Voranmeldung will, nimmt Tarif L. Alle Tarife sind monatlich kündbar, und die 30-tägige Testphase enthält alle Funktionen.

  • 🧾
    XRechnung & ZUGFeRD in allen Tarifen — kein Upgrade nötig für die Pflicht
  • 📥
    E-Rechnungen empfangen und auslesen — Daten landen direkt in der Belegerfassung
  • 🏦
    Starker Bankabgleich — Zahlungen werden Rechnungen automatisch zugeordnet
  • 🔗
    Viele Schnittstellen — u. a. zu Online-Shops, CRM- und Projekt-Tools

✅ Stärken

  • E-Rechnung schon im kleinsten Tarif
  • Lange Testphase (30 Tage)
  • Monatlich kündbar
  • Sehr einfache Bedienung

❌ Schwächen

  • Kein dauerhaft kostenloser Tarif
  • Rechnungen mit Mahnwesen erst ab Tarif M
  • Volle Buchhaltung erst ab 21,90 €
Version S
7,90 €
Belege & Archiv
⭐ Version M
12,90 €
Angebote, Rechnungen, Mahnungen
Version L
21,90 €
+ Buchhaltung, EÜR, USt

➜ Lexware Office 30 Tage kostenlos testen

2. sevdesk — bester Preis & Gratis-Einstieg
2

sevdesk

🇩🇪 Offenburg · Rechnung + Buchhaltung · ab 0 €/Monat
Dauerhaft kostenloser TarifXRechnung auch gratisViele Integrationen

sevdesk ist die beste Wahl, wenn du nur wenige Rechnungen schreibst oder erst einmal testen willst. Der kostenlose Tarif erlaubt 3 Rechnungen bzw. E-Rechnungen pro Monat — inklusive ZUGFeRD und XRechnung, ohne Kreditkarte. Für viele Kleinunternehmer und nebenberuflich Selbstständige reicht das schon.

Ab dem Tarif „Rechnung“ schreibst du unbegrenzt E-Rechnungen. Der reguläre Preis liegt bei 9,90 € im Monat bei jährlicher Zahlung, sevdesk bietet aber häufig hohe Rabatte an. Achtung: Eingehende E-Rechnungen automatisch erfassen kannst du laut Preisseite erst in den Buchhaltungs-Tarifen. Mehr Details findest du in unserem sevdesk Erfahrungsbericht.

  • 🆓
    3 E-Rechnungen pro Monat gratis — dauerhaft, ohne Kreditkarte
  • ♾️
    Unbegrenzt E-Rechnungen ab dem Tarif „Rechnung“
  • 📊
    Buchhaltung inklusive in den höheren Tarifen, inkl. DATEV-Export

✅ Stärken

  • Echter Gratis-Tarif mit E-Rechnung
  • Günstiger Einstieg
  • Häufige Rabattaktionen

❌ Schwächen

  • Empfang von E-Rechnungen erst ab Buchhaltung
  • Preise wechseln oft durch Aktionen

➜ sevdesk kostenlos starten

3. WISO MeinBüro — beste Wahl für Gründer
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WISO MeinBüro

🇩🇪 Buhl Data · bekannt von WISO Steuer · ab 10,90 €/Monat
50 % Rabatt für GründerSenden & Empfangen in allen Tarifen14 Tage Test

WISO MeinBüro bietet E-Rechnungen in allen vier Tarifen an — sowohl das Erstellen von XRechnung und ZUGFeRD als auch den Empfang über das Belegarchiv. Der Einstiegstarif „Rechnungen & Angebote“ kostet 10,90 € im Monat, ist aber auf 25.000 € Jahresumsatz begrenzt.

Für Gründer gibt es einen echten Vorteil: Wer sein Gewerbe oder seine Freiberuflichkeit in den letzten sechs Monaten angemeldet hat, zahlt im ersten Jahr nur die Hälfte. Praktisch ist außerdem die Verbindung zu WISO Steuer.

✅ Stärken

  • E-Rechnung in jedem Tarif
  • Gründer-Rabatt 50 % im 1. Jahr
  • Passt zu WISO Steuer

❌ Schwächen

  • Einstiegstarif nur bis 25.000 € Umsatz
  • Jährliche Zahlung

➜ WISO MeinBüro 14 Tage testen

4. easybill — beste Wahl für Online-Händler
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easybill

🇩🇪 Rechnungsprogramm mit vielen Shop-Anbindungen · ab 0 €/Monat
Free: 50 Belege/MonatShop-SchnittstellenPay-per-Use möglich

easybill ist stark, wenn deine Rechnungen aus einem Online-Shop oder Marktplatz kommen. Das Tool bietet viele Anbindungen an Shopsysteme und schreibt Rechnungen automatisch. Der kostenlose Tarif enthält 50 Belege pro Monat inklusive E-Rechnung, aber nur 3 Kontakte — für Händler mit wenigen Geschäftskunden kann das trotzdem reichen.

In allen Bezahltarifen kannst du E-Rechnungen erstellen und im ZUGFeRD- oder XRechnungs-Format empfangen. Der Tarif Starter kostet 9 € im Monat bei jährlicher Zahlung. Mehr Belege kosten über die Flex-Option 0,29 € pro Stück. Passende Shopsysteme vergleichen wir im Shopsystem-Vergleich.

✅ Stärken

  • Viele Shop- und Marktplatz-Anbindungen
  • Großzügiger Free-Tarif (50 Belege)
  • Skaliert bis 200.000 Belege

❌ Schwächen

  • Free-Tarif nur 3 Kontakte
  • Keine eigene Buchhaltung
  • Testphase nur 7 Tage

➜ easybill kostenlos nutzen

5. Papierkram — beste Wahl für Freelancer
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Papierkram

🇩🇪 Berlin · Rechnungen + Zeiterfassung + Buchhaltung · ab 12,90 €/Monat
Zeiterfassung inklusiveXRechnung ab Tarif S

Papierkram ist ideal für Freelancer und Agenturen, die nach Stunden abrechnen. Die integrierte Zeiterfassung wird direkt zur Rechnung. XRechnung und ZUGFeRD gibt es ab dem Tarif S für 12,90 € im Monat (jährliche Zahlung), der Empfang von E-Rechnungen ist laut Anbieter in allen Tarifen möglich.

Der Free-Tarif eignet sich zum Ausprobieren, erstellt aber kein XRechnung- oder ZUGFeRD-Format. Wer viel Projektarbeit hat, sollte auch unseren Vergleich zu Projektmanagement mit Zeiterfassung ansehen.

✅ Stärken

  • Zeiterfassung direkt zur Rechnung
  • Buchhaltung inklusive
  • Monatlich oder jährlich kündbar

❌ Schwächen

  • XRechnung nicht im Free-Tarif
  • Teurer als sevdesk und Lexware

➜ Papierkram ansehen

Welche E-Rechnung Software passt zu dir?
Deine Situation
Beste Wahl
Alternative
Warum?
🆓 Wenige Rechnungen, kein Budget
sevdesk Free
easybill Free
E-Rechnung kostenlos inklusive
🏢 Kleines Unternehmen, über 800.000 €
Lexware Office
WISO MeinBüro
Senden & Empfangen in allen Tarifen
🚀 Gerade gegründet
WISO MeinBüro
sevdesk
50 % Rabatt im ersten Jahr
🛒 Online-Shop / Marktplatz
easybill
Lexware Office
Automatische Rechnungen aus dem Shop
⏱️ Freelancer mit Stundenabrechnung
Papierkram
sevdesk
Zeiterfassung direkt zur Rechnung
XRechnung oder ZUGFeRD — was brauchst du?

Beide Formate erfüllen die Pflicht, solange sie der Norm EN 16931 entsprechen. Der Unterschied liegt im Aufbau:

  • 🧩
    XRechnung — eine reine XML-Datei. Für Menschen ohne Viewer nicht lesbar, dafür bei Behörden (B2G) Standard.
  • 📄
    ZUGFeRD — ein PDF mit eingebetteter XML-Datei. Sieht aus wie eine normale Rechnung und ist gleichzeitig maschinenlesbar. Für B2B meist die bequemste Lösung.
🚫 Achtung bei ZUGFeRD-ProfilenNicht jede ZUGFeRD-Datei zählt als E-Rechnung. Die Profile MINIMUM und BASIC-WL erfüllen die Pflicht nicht, weil umsatzsteuerliche Pflichtangaben fehlen. Nutze ZUGFeRD ab Version 2.0.1 mit dem Profil BASIC, EN 16931 (COMFORT) oder höher. Alle Programme in diesem Vergleich erledigen das automatisch.
Checkliste: So stellst du in 5 Schritten um
  • 1️⃣
    Umsatz 2026 prüfen — über 800.000 €? Dann musst du ab 01.01.2027 E-Rechnungen ausstellen.
  • 2️⃣
    Software wählen — ein Tool, das XRechnung und ZUGFeRD erstellt und eingehende E-Rechnungen lesen kann.
  • 3️⃣
    Stammdaten pflegen — USt-IdNr., Bankdaten und bei Behörden die Leitweg-ID der Kunden.
  • 4️⃣
    Empfang organisieren — eine feste E-Mail-Adresse für Rechnungen und GoBD-konforme Archivierung für 8 Jahre (Original-XML aufbewahren).
  • 5️⃣
    Kunden informieren — kurz Bescheid geben, dass Rechnungen künftig als E-Rechnung kommen, und einen Testversand machen.
🎯 Unser FazitFür die meisten kleinen Unternehmen ist Lexware Office die sicherste Lösung: E-Rechnungen senden und empfangen klappt in jedem Tarif. Wer wenig Rechnungen schreibt, startet mit sevdesk sogar kostenlos. Gründer sparen mit WISO MeinBüro, Online-Händler fahren mit easybill am besten und Freelancer mit Stundenabrechnung mit Papierkram. Einen breiteren Überblick über Buchhaltungstools findest du in unserem Buchhaltungssoftware Vergleich.

Jetzt für die E-Rechnungspflicht bereit machen

Alle Tools lassen sich kostenlos testen — so findest du vor dem 1. Januar 2027 die passende Lösung.

FAQ — Häufige Fragen zur E-Rechnung Software
Ab wann muss ich E-Rechnungen ausstellen?
Wenn dein Unternehmen 2026 mehr als 800.000 € Gesamtumsatz hatte, ab dem 1. Januar 2027. Liegt dein Umsatz darunter, darfst du bis Ende 2027 noch Papier- oder PDF-Rechnungen schicken. Ab dem 1. Januar 2028 gilt die Pflicht für alle Unternehmen im B2B-Bereich.
Gibt es eine kostenlose E-Rechnung Software?
Ja. sevdesk erlaubt im Gratis-Tarif 3 E-Rechnungen pro Monat inklusive XRechnung und ZUGFeRD. easybill bietet einen Free-Tarif mit 50 Belegen pro Monat. Für regelmäßiges Rechnungsschreiben lohnt sich meist ein günstiger Bezahltarif ab etwa 9 € im Monat.
Müssen Kleinunternehmer E-Rechnungen ausstellen?
Nein. Kleinunternehmer nach § 19 UStG sind von der Pflicht zum Ausstellen befreit. Sie müssen aber seit 2025 E-Rechnungen von Lieferanten empfangen und ordnungsgemäß archivieren können.
Reicht eine PDF-Rechnung per E-Mail noch aus?
Nur noch in der Übergangszeit und nur mit Zustimmung des Empfängers. Eine normale PDF ist keine E-Rechnung, weil ihr die strukturierten Daten fehlen. ZUGFeRD sieht zwar aus wie ein PDF, enthält aber zusätzlich die nötige XML-Datei.
Was ist der Unterschied zwischen XRechnung und ZUGFeRD?
Die XRechnung ist eine reine XML-Datei, ZUGFeRD ist ein PDF mit eingebetteten XML-Daten. Beide sind erlaubt, wenn sie der Norm EN 16931 entsprechen. Bei ZUGFeRD erfüllen die Profile MINIMUM und BASIC-WL die Pflicht nicht.
Gilt die E-Rechnungspflicht auch für Rechnungen an Privatkunden?
Nein. Die Pflicht betrifft nur Rechnungen zwischen inländischen Unternehmen (B2B). Rechnungen an Privatpersonen darfst du weiter als PDF oder auf Papier ausstellen. Auch Kleinbetragsrechnungen bis 250 € sind ausgenommen.

Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine Steuerberatung. Für deinen Einzelfall wende dich an deine Steuerberatung. Preise und Funktionen: Stand Oktober 2026, laut den Preisseiten der Anbieter.